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Schlafen Fische?

von Jens Raschke

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Altersgruppe9-70 Jahre
Regie / SchauspielAndreas Baumgartner / Ines Stockner
Premiere29.9.2017

Können Blindschleichen niesen? Wieso ist die Sonne so heiß? Und was ist das eigentlich „sterben“? Was passiert mit uns, wenn wir „tot“ sind?

Das Stück

Letzten Montag ist Jette zwölf geworden. „Zwölf, das ist eine Eins mit einer Zwei dahinter, zweistellig.“ Schon ein komisches Gefühl irgendwie, zweistellig zu sein. Findet Jette. „Es gibt Leute, die werden sogar dreistellig. Einhundert Jahre. Und noch mehr! Wie diese Riesenschildkröten im Zoo.“ Jettes Bruder Emil ist nur sechs geworden. Das ist bloß einstellig. Jette erzählt uns, wie das so war, als Emil krank wurde und dann plötzlich nicht mehr da war. Sie erinnert sich an die Zeiten davor, an schöne Urlaube mit der Familie, an die üblichen Neckereien zwischen Geschwistern und an all die Fragen, die sie ihren Eltern stellte und auf welche diese nie eine Antwort hatten. Können Blindschleichen niesen? Wieso ist die Sonne so heiß? Und was ist das eigentlich „sterben“? Was passiert mit uns, wenn wir „tot“ sind? Ist der Tod wirklich der „große Bruder des Schlafes“? Und überhaupt: Schlafen Fische eigentlich auch? Und werden die schwarzen Wutwolken, die Jette seit einem Jahr malt, eines Tages wieder heller werden? Müssen sie das überhaupt?

Das Thema

Jens Raschke hat ein undogmatisches, manchmal heiteres und manchmal auch trauriges Einpersonenstück über eins der letzten Tabuthemen unserer Zeit geschrieben: das Erlebnis und die Bewältigung des Todes durch ein Kind. Das Stück wendet sich an Kinder und Erwachsene, an Geschwister und Eltern, an Schüler und Lehrer. Dabei geht es nicht um Antworten, sondern um unseren Umgang mit den kleinen, großen und letzten Fragen des Lebens.